Hinter der bunten Mauer

MEIN BUCH

Alles begann in einem kleinen Dorf im Land Brandenburg. Ich wachse in einer Familie ohne Liebe und Geborgenheit auf. Nachdem meine Eltern Haus und Hof verkauft haben, um in den Westen zu gehen, frönte ich von nun an meiner Leidenschaft dem Handballspielen und dem provozieren mit Westpropaganda in der Schule. Doch weniger ist es mein pubertäres Verhalten, für das ich mich zu verantworten habe, als vielmehr meine politischen Verfehlungen in der Schule und der Ausreiseantrag meiner Eltern. Das Abitur, die Karriere als Sportlerin und der Traum ein Studium als Lehrerin zu machen, blieben mir verwehrt. Nach der Schulzeit folgte eine technische Ausbildung in Magdeburg und eine Arbeit bei den Verkehrsbetrieben in Brandenburg, mit der ich mich letztendlich arrangieren musste.

Auf Grund meiner politischen Vergangenheit wurde ich weiterhin von den Hunden der Stasi verfolgt. Einer davon schlich sich sogar in mein Leben, bevor meine Eltern vom Westen freigekauft wurden. Viele Jahre nach dem Mauerfall treffe ich auf meine Familie, die mir völlig fremd geworden ist und bis dato auf Menschen, die Ähnlichkeit mit den Hunden der Stasi hatten.

 

Höchst kurzweilig erzähle ich von den Erlebnissen vor und nach dem Mauerfall und von den Befindlichkeiten der Ostdeutschen: In spannenden und humorvollen Kurzgeschichten werden dem West-Leser emotionale Einblicke in den DDR-Alltag gewährt und der Ostler wird in diesem spannenden und unsentimentalen Rückblick manches nur allzu Vertraute aus dem real existierenden Sozialismus wiedererkennen

ÜBER MICH

Mein Name ist Cornelia Zoels. Am 24.06.1964 bin ich in der      Stadt Brandenburg geboren.Nach meinem Schulabschluss 1981 begann ich eine technische Ausbildung bei den Verkehrsbetrieben Magdeburg und Brandenburg, denn ein Studium blieb mir im Osten verwehrt.

 

Nach dem Mauerfall im Jahre 1989 konnte ich meinen geistigen Horizont erweitern, denn der Westen bot alle Möglichkeiten, Versäumtes nachzuholen.Ich war u.a. als Wirtschaftsleiterin, Versicherungsvertreterin, Coach, psychologische Beraterin, pädagogische Mitarbeiterin, Berufseinstiegsbegleiterin und Bildungsbegleiterin tätig. Mitte der neunziger Jahre habe ich noch einen zweiten Bildungsabschluss mit Diplom im Bereich Management erfolgreich beendet. Weiterhin legte ich die Ausbildereignungsprüfung für Büroberufe ab.

 

Bis 2012 arbeitete ich als Berufseinstiegsbegleiterin an einer Gesamtschule in Minden und erzählte als Zeitzeugin meine Geschichten im Gesellschaftsunterricht. Hier wurde ich durch die Schüler und Lehrer aufgefordert mein Projekt auch wirklich umzusetzen. Ich begann dann meine Autobiografie zu schreiben.

Heute arbeite ich als persönliche Ansprechpartnerin im Jugendjobcenter Hannover.

Mit meinem ersten Buch erfüllte ich mir einen persönlichen Traum. Derzeit arbeite ich an mein zweites Buch

Cornelia Zoels

Ich war süchtig nach dem Duft aus den Westpaketen und abhängig von ausreisewilligen Eltern, die mit allen Mitteln in den Westen wollten. Nichts ahnend, dass sie mit dem Gedanken spielten, ohne mich in den Westen abzuhauen, frönte ich meiner Leidenschaft… dem Handballspielen. Doch der Traum von einer Sportlerkarriere zerplatzte wie eine Seifenblase.

 

In ihrem autobiografischen Kurzgeschichten schildert Cornelia Zoels einen Lebensweg der ganz besonderen Art: Sie stellt sich von Kindesbeinen an gegen das Regime der DDR und spielt mit den Hunden der Stasi „Katz und Maus“. Doch das Spiel wird immer gefährlicher…

 

Auch im wiedervereinigten Deutschland trifft sie immer wieder auf Menschen mit ihren merkwürdigen und seltsamen Biografien. Somit sind ihre Kurzgeschichten, wie eben auch die Realität, von schwerwiegenden und heiteren Ereignissen durchzogen.

 

LESEPROBEN

  • Es war ein Donnerstag und ein Herbsttag, 1980. Ich machte mich für das Training fertig und freute mich schon riesig auf das kommende Handballturnier am Wochenende. Nur noch kurz das Essen für meinen Vater vorbereiten und die Küche aufräumen und dann wollte ich los. Aber es kam anders, als ich dachte. Ich weiß heute nicht mehr, was meinen Vater so verärgert hat. Er schlug mir mit einem nassen Handtuch ins Gesicht und verbot mir das Training für diesen Tag. Am Essen kann es nicht gelegen haben, weil er nichts übrig gelassen hatte. Ich schaute in den Spiegel. Meine rechte Gesichtshälfte war knallrot und angeschwollen. Tränen liefen mir über das Gesicht. Ich schnappte mir meine Tasche und habe trotz des Verbots die Wohnung verlassen. Mit meinem Klappfahrrad fuhr ich ziellos umher. So konnte ich nicht zum Training fahren. Die Mädchen hätten mich gefragt, was los sei und ich hätte wieder lügen müssen, um mich selbst zu schützen. Also fuhr ich immer weiter ziellos herum und dachte über mein nutzloses Leben nach. Keine schulische oder berufliche, geschweige denn sportliche Perspektive, ausreisewillige Eltern und die Stasi, die mich zum Staatsfeind Nummer eins machte. Die Chance, in diesem Leben glücklich zu werden, war für mich so ziemlich gering. Daher hatte ich einen Entschluss gefasst. Mein Leben war eh keinen Pfennig wert, also kann ich es auch beenden. Mich würde sowieso keiner vermissen. Entschlossen fuhr ich mit dem Fahrrad zur Brücke, die einen Stadtteil vom anderen trennte. Hier fuhren ständig Züge. Ich dachte, es wäre recht einfach, mit einem Sprung aus dem Leben zu gehen und deshalb habe ich mein Fahrrad ganz langsam ans Brückengeländer gestellt. Wenn man unglücklich ist, sieht man gar nichts mehr, was um einen herum passiert. Die Welt versinkt in Bedeutungslosigkeit. Nach einer Weile verschwanden ringsum die Straßengeräusche. Erst recht ganz banale Dinge, wie eine Ampel, die von Rot auf Grün sprang, spielende Kinder oder die Fahrgeräusche der stinkenden Trabbis...
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  • Eines Tages, ich befand mich am Rastplatz unseres Dorfes, als plötzlich eine schwarze Limousine hielt und Honecker ausstieg. Ich dachte, ich sehe nicht richtig! Der lallende Staatschef stellt sich zum Pinkeln an den Waldrand. Als ich gerade zu ihm hin wollte, um ihm höchstpersönlich die Hand zu schütteln, fuhr plötzlich mit hohem Tempo ein anderes Fahrzeug auf den Rastplatz. In diesem Moment hielt ich mich zurück und wartete ab, was jetzt wohl passieren würde. Ein Mann stieg aus seinem Auto und freute sich, dass er Erich gesehen hat. Er rief: » Herr Honecker, ich bin ein großer Fan von Ihnen, darf ich ein Autogramm haben?«, und ging auf ihn zu. Für das Autogramm griff er in seine Jackentasche, um seinen Kugelschreiber raus zu holen. Honeckers Bodyguards eröffneten sofort das Feuer. Der Mann fiel blutüberströmt, mit dem Kugelschreiber in der Hand, tot auf den Boden. Oh Gott! Wenn die mich jetzt entdecken, werde ich auch abgeknallt, schoss es mir durch den Kopf. Ich rannte, so schnell ich konnte von diesem Rastplatz weg, aber einer der Bodyguards hatte mich bemerkt. Er lief mir hinterher und drückte mehrmals auf den Auslöser seiner Knarre. Die Kugeln schossen an meinem Kopf vorbei und landeten in einem der vielen Bäume. Ich rannte in Panik immer schneller, Angstschweiß stieg auf, ich wurde nervös und fiel auf den feuchten Moosboden im Wald. Mein Bein hing in einer Fuchsfalle fest und war verletzt, so dass ich nicht weiter konnte. Alle Versuche mich zu befreien scheiterten. Jetzt stand der Typ genau über mir. Ein muskelbepackter Mann, ziemlich pausbäckig, mit einem Grübchen im Kinn. Er hielt seine Knarre auf meinen Körper. Ich schloss meine Augen und dachte an meine Familie. Wenn ich schon sterbe, dann will ich so einem Hund nicht in die Augen schauen müssen. Er drückte ab! ...
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Trailer zum Buch "Hinter der bunten Mauer"

VIDEOGALERIE

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Intro Video
Fernsehinterview 1.Teil
Fernsehinterview 2.Teil

Buch Berlin - die Berliner Buchmesse Nov. 2016

„ Als die Mauer fiel …“

Die Zeitzeugin Cornelia Zoels

berichtet am Friedrichsgymnasium

  • „ Als die Mauer fiel …“ – Die Zeitzeugin Cornelia Zoels berichtet am Friedrichsgymnasium Am 07.11.2016 lud die Fachschaft Geschichte die Zeitzeugin Cornelia Zoels zu einem Gespräch im Raum E005 ein. Geladen war die Jahrgangsstufe Q3. Zunächst fand eine Einführungsveranstaltung statt, die von einer Referentin der Deutschen Gesellschaft, Frau Petschke, geleitet wurde. Dabei ging es vor allem um Basisfakten zu Politik, Wirtschaft und Alltag in der DDR. Nach dieser sehr informativen Einführung begann das eigentliche Zeitzeugengespräch. Zoels, 1964 in Brandenburg an der Havel geboren und dort mit drei Geschwistern aufgewachsen, berichtete sehr eindrucksvoll über diverse Stationen ihres Lebens in der DDR, von der Familie über die Ausbildung bis hin zu ihrer Verfolgung durch die Stasi. Ihre Kindheit war sehr von der Entzweiung von Familie und systemischer Vorgabe geprägt: Auf der einen Seite stehen ihre Eltern, die stets eine kritische Sicht auf die DDR gehabt haben und Pakete von der Verwandtschaft aus der Bundesrepublik mit Westprodukten, u.a. Westkleidung, erhielten. Zudem stellten die Eltern einen Ausreiseantrag in den Westen. Zuhause hat man bei ihr mit Vergnügen Programme des Westfernsehens wie „Bonanza“ oder „Lassie“ gesehen. Auf der anderen Seite stand jedoch das strikte System der DDR, welches durch Vorgaben wie die Teilnahme an der Jugendweihe und dem Eintritt in die FDJ geprägt war. Zoels ist als Jugendliche gerade in der Schule durch ihr Verhalten aufgefallen; so hat sie beispielsweise die geschenkte Westkleidung dort mit Vergnügen getragen, sich der Jugendweihe und dem FDJ-Beitritt entzogen. Sogar eine harmlos scheinende Frage des Lehrers nach den Programmen, die man zu Hause gerne schaue, konnte laut Zoels dazu führen, dass die Lehrer vor der Tür standen oder einen die Stasi auf die Beobachtungsliste nahm und verfolgte, gerade wenn Kinder arglos die Namen einschlägiger Westprogramme nannten. Sehr glaubwürdig und berührend erläuterte Cornelia Zoels zudem, wie ihre Eltern für sich einen Ausreiseantrag ste
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  • Nachdem die Bundesregierung schließlich ihre Eltern im Jahr 1986 freikaufte, blieb sie in der DDR mit zwei Geschwistern alleine zurück. Der geistig behinderte jüngste Bruder von Zoels, wurde mit ausgewiesen. Durch besagten Antrag war auch ihr geplanter Berufsweg verschlossen: Ihr Traum vom Abitur und einem Studium als Lehrerin sowie einer Karriere als Handballspielerin war geplatzt, sie musste stattdessen in der Tram-Werkstatt der Stadt Magdeburg eine Ausbildung beginnen. Somit war ihr gesamtes Leben in der DDR faktisch durch die Stasi und ihre „Allgegenwärtigkeit“ geprägt. Der negative Höhepunkt war für sie erreicht, so berichtete sie, als sie damals herausfand, dass ihr Ehemann, den sie auf einer Betriebsveranstaltung kennengelernt hat, ein gezielt auf sie ausgerichteter Stasi-Observant war. Besonders hellhörig wurde er beim Schauen von Westfernsehen, wodurch Zoels das vorgetäuschte Vertrauensverhältnis bemerkt hat. Für sie war ihre Ehe nach der Selbstentlarvung ihres Gemahls ein Kartenhaus, welches in sich zusammenfällt. Begleitet wurde die Veranstaltung von zahlreichen interessanten Fragen der Zuhörer; so wurde zum Beispiel gefragt, wie Frau Zoels den Mauerfall erlebt hat oder ob sie auch gute Seiten der DDR sah. Auf ersteres erwiderte sie, dass der Mauerfall 1989/90 für sie, wie für die meisten Bürger der DDR, eine Befreiung war, die für sie einen völlig neuen Lebensabschnitt bedeutete. Auf letztere Frage antwortete sie mit einer kurzen Anekdote aus ihrer Autobiografie „Hinter der bunten Mauer“, in der sie berichtete, wie es ihre Familie schaffte, aus zwei Kilo für die Familie vorgesehenen Bananen durch mehrmaliges Anstellen in einer Konsumentenschlange acht Kilo zu machen. Alles in allem war das Zeitzeugengespräch eine sehr interessante und historisch aufschlussreiche Erfahrung; Cornelia Zoels erzählte sehr detailliert, aber auch mit viel Humor, wie die DDR ihr Leben beeinflusst hat und möchte damit der jüngeren Generation das Alltagsleben in diesem untergegangenennäherbringen.
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Meine Postadresse

Cornelia Zoels

Am Kollbergring 16

31683 Obernkirchen

 

 

 

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